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TEACHING

DIE KUNST DES LEHRENS

Musik ist für mich die umfassenste Kunstform, denn sie berührt gleichermaßen Geist, Herz und Körper. Vor allem der unmittelbare Ausdruck und die Emotionalität des Jazz berühren mich, seit ich diese Musik für mich entdeckte. In den großartigsten und intensivsten Momenten der Improvisation scheint es, als ob die Zeit stehenbliebe, der Raum bedeutungslos werde und Ausführende wie Zuhörer zu einer Einheit verschmelzen; dann passiert wahre Magie!

Diese magischen Momente bedingen von uns Musikern eine völlige Freiheit des musikalischen Ausdrucks und der Behandlung seiner Ausdrucksmittels. Das Erlernen und schrittweise Umsetzen der eigenen musikalischen Vorstellungen bedarf vieler Jahre konzentrierter Arbeit und intensiver Widmung.

 

Dabei habe ich festgestellt, daß es keine allgemein gültigen Konzepte beim Unterrichten gibt. Jeder kommt mit seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Erfahrungen, Wünschen und Zielen. Was jedoch für alle gilt, ist der handwerkliche Aspekt unserer Kunst. Deshalb legte und lege ich bei allen meinen Studenten großen Wert darauf, dass sie ihr Handwerk verstehen und die 'Tricks of the Trade' erlernen. 

 

Das beginnt bei der Atmung und dem Entwickeln eines eigenen Sounds am Instrument. Instrumentaltechnische Fingerfertigkeit, die Entwicklung eines harmonischen Verständnisses und dessen Umsetzung, sicheres Timing und nicht zuletzt die Beherrschung eines Grundrepertoires von wegweisenden Kompositionen der Jazzgeschichte - all das sind erlernbare Fähigkeiten, die die Voraussetzung schaffen für eine unmittelbare Umsetzung des Augenblicks. 

 

Jazz ist vor allem eine Kunst, die im Ensemble stattfindet - vom Duo bis zur Bigband. Spielen im kammermusikalischen wie auch im orchestralen Rahmen bedarf vieler spezieller Fähigkeiten, vom Blattlesen bis hin zum Einfügen in den Ensembleklang. Anhand des Ensemblespiels lernen wir auch verschiedenste kompositorische Konzepte und Techniken kennen, eine Grundbedingung für ein integrales improvisatorisches Konzept.
 

Meine Aufgabe sah ich stets darin, im gegenseitigen Respekt und Verständnis Türen zu öffnen, die dem Lernenden weiterhelfen und Wege aufzuzeigen, die ihm / ihr vorher nicht bewusst waren. Über die Jahre hinweg konnte ich bei meinen Absolventinnen die unterschiedlichsten Karrieren beobachten: vom Instrumentallehrer bis hin zur preisgekrönten Instrumentalsolistin, vom kommerziell erfolgreichen Bandleader bis hin zum Studiomusiker oder auch zur Sounddesignerin.

Nach wie vor ist mir das Unterrichten ein Herzensanliegen und ich stehe gerne als Dozent und Ensemblecoach zur Verfügung. Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme!

PÄDAGOGISCHE VITA

Ausbildung und pädagogischer Werdegang:

1982 - 87 Hochschulstudiums für Saxofon-Jazz bei Karlheinz Miklin und Carl Drewo. Diplom mit Auszeichnung. 1991 Masterclass bei David Liebman in Stroudsburg, Pa (USA). Weiterführende Kurse u.a. bei Alan Skidmore, John Surman, Oliver Lake und Bob Berg.

 

1988 - 92 Vertragslehrer am neu gegründeten Jazzinstitut des Bruckner Konservatoriums Linz (heute Privatuniversität) unter Adelhard Roidinger. 1989 erster Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute Kunstuniversität) Graz (Abt.5 IGP), seit 1993 an der Jazzabteilung. 1995 - 2002 Assistenz in der Klasse Karlheinz Miklin. Seit 2004 Ao.Univ.Prof. und Leiter einer eigenen Klasse im Fach Saxofon-Jazz. Langjähriges Mitglied der Studienkomissionen Jazz und IGP - Jazz. 

Workshops, Masterclasses und Workshops:

Basel (CH) Jazzcampus; Bozen (I); Helsinki (Fi) Sibelius Academy and Polytechnical University; Hilden (D) Summerjazz; London (GB) Guildhall School; Meran (I); Rotterdam (NL) Codarts; Palermo I), Pescara (I), Salzburg (A) Landesmusikschulwerk; Sevilla (ESP), Tuxtla Gutierrez (Mex) UNICACH; Viktring (A) Sommerkurse und Zürich (CH), HdK.

© 2026 by Heinrich von Kalnein

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