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PROJEKTE

JBBG - JAZZ BIGBAND GRAZ

Directed by Heinrich von Kalnein & Horst-Michael Schaffer

Rondo Magazin (D) Nr.936 16.-22.04.2016

„Mit „True Stories“ beendet die Jazz Big Band Graz (JBBG) eine Plattentrilogie, die das österreichische Ensemble zunächst ins Reich zeitgenössischer Club-Electronic und Spoken-Word-Coolness („Electric Poetry“, 2008), dann in die Gefilde orchestraler Weltmusik („Urban Folktales“, 2012) führte. Der Beginn von „True Stories“ macht deutlich: Nun sind die Österreicher und ihre internationalen Gefährten wieder heimgekehrt. [...] Doch die Verbeugung vor der österreichischen Musikkultur erweist sich als hübsche Finte – der weitere Verlauf von „True Stories“ zeigt nämlich, dass sich die von Horst-Michael Schaffer und Heinrich von Kalnein angeführte JBBG so gut wie überall heimisch fühlt. [...} Und nach dem 17-minütigen Abschlussstück „Vertigo“, das in einem süßen Schwindel spanische Folklore, armenische Hirtenflöten, Snarky Puppy und einen verlangsamten Plattler zum gemeinsamen Schweben bringt, dürfte endgültig klar sein: Die JBBG zeigt, wie eine moderne Bigband klingen kann, ja vielleicht muss.“ Josef Engels

JAZZPODIUM 04 2016

„Seit ihrem Gründungsjahr 1998 gehört die JBBG zu den innovativsten großorchestralen Klangkörpern des europäischen Jazz. Ab 2003 übernahmen der deutsche Saxofonist Heinrich von Kalnein und der österreichische Trompeter Horst-Michael Schaffer als Doppelspitze die Leitung der Bigband und das Profil wurde noch einmal mehr geschärft. Heute ist ihr Weg, zeitgenössische musikalische Strömungen und Stilelemente mit großer Konsequenz und ohne Reibungsverluste stimmig mit einem jazzbasierten Klangkonzept zu amalgamieren, in der Welt der improvisierten Musik einzigartig und ohnegleichen.... Vielleicht ist die JBBG die derzeit am „europäischsten“ klingende Großformation. Eine Bigband, die ganz ohne Muskelspiele auskommt, die vielmehr auf nuancierte Klangfarben, auf ein sehr feines und subtiles Ton- und Rhythmusgeflecht setzt und die die Traditionen dennoch zu bewahren weiß. Selbst wenn die Musik mal in minimalistisch-abstrakte Sphären abkippt, verliert sie nie ihre Wärme und ihre Zugewandheit. Fürwahr Balsam für die Ohren wacher und aufgeschlossener Hörer. Thorsten Hingst

STEREOPLAY 4_16 (D) Audiophile CD des Monats

„Wunderkammer -

Panta rhei - alles fließt, heißt es in der altgriechischen Philosophie. In der Musik finden sich bis heute die schönsten Beispiele für in sich stimmige Verschmelzungen - von Stilen und Klangfarben, von Notentext und engagierter Improvisation. Der Zauber, der da bisweilen freigesetzt wird, lässt sich in dem trockenen Begriff Postmoderne nur unzureichend beschreiben.

Was die 1998 gegründete Jazz Bigband Graz um den deutschen Saxofonisten und Flötisten Heinrich von Kalnein sowie den Sänger und Trompeter Horst-Michael Schaffer bei ihrem Geniestreich "True Stories" aufblättert, ist ein offenes Buch zeitgenössischer Sound-Errungenschaften, die bis ins kleinste Detail klanglich einen individuell zugeschnittenen Rahmen erhalten. Trotz der Fülle der Ideen wirkt die suitenartige Musik wie aus einem Guss: die Opulenz eines großen Orchesters, aufgelockert durch Kurzsoli und Schaffers elegischen Popgesang, meditativer Ethno-Jazz, eine Prise Minimal Music, die in mitreißende, rhythmisch dynamisch befeuerte Sax-Exkurse mündet. Man will diese fesselnd sinnlichen "True Stories" wieder und wieder hören, immer neue Entdeckungen machen.“ MI  Musik:10 / Klang: 9

 

NDR info : Jazz-Album der Woche:

Jazz Bigband Graz (JBBG) „True Stories“ (Natango Music NAT 27958)   (7.-10.3.16)

Bigbandsound mit Kultstatus

Unter der Leitung des deutschen Saxofonisten und Flötisten Heinrich von Kalnein und des österreichischen Trompeters und Vokalisten Horst-Michael Schaffer kreierte die 1998 gegründete Jazz Bigband Graz in den letzten Jahren nicht weniger als einen völlig neuen Bigbandsound mit Kultstatus. Nach ihrem Elektronikausflug „Electric Poetry“ (2008) und der orchestralen Reise „Urban Folktales“ (2012) präsentiert die JBBG nun mit „True Stories“ eine nicht minder kultwürdige Verbindung ihrer popmusikalischen Wurzeln mit Jazz, Minimal Music und nicht zuletzt klassischen Elementen, die sich an Komponisten wie Gustav Mahler und Igor Strawinsky orientiert. 

Mehr Info auf der JBBG - JAZZ BIGBAND GRAZ Webseite.

KAHIBA
HEINRICH VON KALNEIN - Saxophones, Alto Flute
ANIL BILGEN - Piano, Keyboards
GREGOR HILBE - Drums, Loops, Live Electronics

Mannheimer Morgen 14.07.2014 – Musikspaß ohne Leerlauf 

„...brilliert Kahiba mit kammermusikalischem Jazz, bei dem es von meditativer Ruhe bis zu explosiven Ausbrüchen nur Sekunden braucht. Facettenreich schillern die Soundszenarien zwischen rockigen Fusion-Rhythmen, freien Improvisationen, atmosphärischen Ambient-Schwebebildern, zupackenden Modal- Passagen, lateinamerikanischen Tango-Anklängen und hypnotischen Minimal-Music-Passagen. Das Hörvergnügen dauert 44 Minuten – und es gibt keine Sekunde Leerlauf. Georg Spindler

CONCERTO Magazin (A), 3 / 2014

„Saxofonist und Flötist Heinrich von Kalnein steckt hinter diesem Projekt. Elektronik, Ambient, Weltmusik, freie Tonalität inmitten Songstruktur und Form, melodieverliebt, würde ich sagen, bestechend durch Gregor Hilbes Ideen am Schlagzeug und elektronischer Percussion. Der Kerl ist kein Schlag-, sondern ein Feuerwerker. Weltumspannender, moderner, organischer kann Jazz wohl nicht klingen. Ein Fest für die Ohren. [...]

Kalneins Kunst an der Altflöte ist herausragend. Als Gegenentwurf und oppositionelle Klangfarbe Christian Bakanic am Akkordeon, Fender oder Grand Piano. Nicht einen Takt lang klingt dieses Jazz Trio schmal, dünn, kammermusikalisch, karg, reduziert und schlank. Gut, drei Gastmusiker der Jazz Bigband Graz sind mit dabei, Posaunen und Tuba, daher wohl der fette, warme, bauchige Sound, wie der einer kleinen Bigband. KAHIBAs drittes Album zelebriert den Sechsten Sinn, das Wissen um den inneren Zusammenhang verschiedener Welten, das Spüren der anderen Wirklichkeit, der einzigen? KAHIBA passt in keine Schublade, das macht den großen Reiz dieses Trios aus, jeder der Protagonisten ist gleichberechtigt, keiner steht hinter dem anderen zurück. Kalnein ist ein Meister der griffigen Kadenzen, feinstes Ohrwurmpotential sprüht aus seiner Feder. KAHIBA garantiert Spannung pur, Arrangements pur zum tiefen Eintauchen in einen Klangkosmos.“ KaDe

 

Leipziger Volkszeitung 16.03.2012

„Saxofonist/Flötist Heinrich von Kalnein ist ein Arrangeur von Gnaden. Als einer der Doppelspitze der fulminanten Jazz Bigband Graz gibt er dem oft angestaubten Großformat ein Update über die Gegenwart hinaus. Mit zwei Stammspielern des Großaufgebots, Schlagzeuger Gregor Hilbe und Akkordeonist/Pianist Christian Bakanic, gründete er vor Jahren sein bewegliches, auch Loops und Electronics einbeziehendes Trio, das mit jeder CD mehr überzeugt. Auch diesmal hört man diese Anleihen bei Ambient und Fernöstlichem im Hin und Her von Struktur und improvisatorischer Freiheit, was sich zu einer Hymne für die Insel aufschwingt. Großartig auch, wie Soundfuchs Kalnein in den meisten Stücken die Ereignisse mit einem tiefen Bläserquartett aus Posaunen und Tuba grundiert und emotionalisiert.“

Ulrich Steinmetzer

DOWNBEAT MAGAZINE Online 08.10.2014 – Editor’s Pick

„There’s a drive and melodic beauty to the music of Kahiba that makes this European trio simply infectious. Led by Heinrich von Kalnein, a German saxophonist and flutist, The Sixth Sense is the group’s third effort, and it’s a hit. The album’s title track could almost serve on the soundtrack for a James Bond film. .... And the group’s ability to be in the pocket and take the music outside, too, creates surprise after surprise. Overall, this is an album that’s satisfying and intriguing. I love this trio. Frank Alkyer

 

www.musicaustria.at 19.04.2012

„...Es ist vor allem diese edle Unaufgeregtheit, mit welcher Kalnein, Bakanic und Hilbe zu Werke gehen, die über alle Maße beeindruckt. Ganz ohne die große Gesten auskommend, gelingt ihnen die Stücke mit einer hörbaren Liebe zum Detail abseits aller traditionsbeladenen Begrifflichkeiten auf den Punkt zu bringen, sie mit Leben und vor allem Tiefe zu erfüllen.
Heinrich von Kalnein & KAHIBA liefern mit ihren „Orbital Spaces“ den eindrucksvollen Beweis, welche aufregenden und spannenden Wege im Jazz immer noch beschritten werden können...“ Michael Ternai

Mehr Info auf der KAHIBA Webseite.

KALNEIN & FISCHBACHER GROUP
HEINRICH VON KALNEIN - Saxophones, Alto Flute
AXEL FISCHBACHER - Guitar
CHARLES SAMMONS - Bass
RALF GESSLER - Drums

Gitarre&Bass 06 / 2017

KALNEIN & FISCHBACHER GROUP sind Ralf Gessler (dr), Charles Sammons (b), Heinrich von Kalnein (ts) und Axel Fischbacher (g), Die Musik des ONE MAN DISCO getauften Albums ist weder Disco noch von einem der beteiligten Herrn im Alleingang fabriziert worden. Getragen vom unglaublichen Deep-Bass Charles 5ammons an straighten Drum-Beats solieren der wunderbar soulige Herr von K. und der effektbegeisterte Axel F. um die Wette. Mal monkig, boppig, dann cool und angefunkt - diese Musiker haben Spektrum. Und eine sehr eigenwillig groovende lnterpretation von Disco im Titel-Track dieses Albums gibt's auch noch, in der sich Kalnein fast bis zum Kasper pustet und Fischbacher den Tastenmann simuliert. Spaß bei der Arbeit! / lt

 

Jazzthetik (D) 5-6_17

Heinrich von Kalnein, Saxofonist und Leader der Jazz Bigband Graz, und Axel Fischbacher, Gitarrist und deutscher „Jazzkorrespondent“, wenn es um die New Yorker Szene geht, trafen für dieses Album auf Charles Sammons, Bass, und Ralf Gessler, Drums. Heraus kam eine solide Bandchemie, in der sich Bodenständigkeit und Weltläufigkeit nicht ausschließen. Sie haben den amerikanischen Jazz tief aufgesogen und bringen ihn so etwas mit der eigenen künstlerischen Gegenwart zusammen. Und es werden mit immensem instrumentalen Können die richtigen Mittel im richtigen Moment eingesetzt. Straight ahead nach vorne spielen geht am besten bei einem mitreißenden Livekonzert, aber die aktuelle Platte One Man Disco transportiert auch schon eine gehörige Portion davon. Da pumpt ein Bossa-Rhythmus mächtig los, über den Heinrich von Kalnein ein zackiges Riff legt und die Rimshots des Schlagzeugers die Puppen tanzen lassen.

Axel Fischbacher schöpft maximale Eloquenz und auch genug sphärischen Sound aus den Gitarrensaiten. So geht es variantenreich weiter. Gut abgehangene Funk-Grooves spannen den Bogen weiter, um darauf starke solistische Stimmen zu erheben. Ganz groß ist das Titelstück allein schon wegen der coolen Harmoniefolge der Gitarre und einem ebensolchen Saxofonlick mit hitverdächtiger Signalwirkung. Später schwenkt die Blickrichtung nochmal nach Brasilien - bis schließlich die „52nd Street", so der Titel des letzten Tracks, die Zielgerade markiert. So geht robuste, handgemachte und von Erfahrung gesättigte Spielkultur. Stefan Pieper

 

HIFI & Records 02/17

"[...] Axel Fischbacher aus Hilden dagegen verwandelt mit dem Grazer Saxophonisten Heinrich von Kalnein als Kalnein & Fischbacher Group auf »One Man Disco« erfrischend unnostalgisch Klangerfahrungen der 7oer- und 8oer-Jahre in acht fabelhafte, Funk'n' Soul-selige Originals. Sven Thielmann

 

 CONCERTO Magazin 04_2017

Kalnein & Fischbacher Group „One Man Disco“

Heinrich von Kalnein und Axel Fischbacher haben ein neues Quartett um sich geschart, daß viele Ansätze des Jazz der letzten 40 Jahre lustvoll aufgreift: Groove, metrische Experimente, Fusion-Anklänge und einiges mehr hat Platz in dieser „Ein-Mann-Disco“. Der aus Lübeck stammende Gitarrist Axel Fischbacher und der in Österreich nicht ganz unbekannte Saxofonist, Pädagoge und Bandleader Heinrich von Kalnein (er wurde in Baden-Baden geboren) haben vor allem eines gemeinsam: Ihre musikalische Sozialisation fand in den 1970er und 1980er Jahren statt. Die Erinnerung an vieles, was damals musikalisch Bedeutung hatte, bildet den Humus, aus dem die Kompositionen von „One Man Disco“ wuchsen.

Kalnein, seit längerer Zeit an der Kunstuni Graz als Saxofonlehrer tätig und Chef des Natango-Labels, auf dem die CD erschienen ist, arbeitet gern mit starken Persönlichkeiten zusammen. Das manifestiert sich zum Beispiel in der Duoarbeit mit dem Pianisten Michael Abene oder in der Jazz Bigband Graz, die er gemeinsam mit Horst-Michael Schaffer leitet. Fischbacher ist ein vielseitiger Gitarrist, der die Geschichte der modernen Jazzgitarre von Abercrombie über Frisell bis Scofield aufgesogen hat und mit seinem Partner am Saxofon die Neugier und die Leidenschaft teilt. Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden.

[...}

Mit hörbarer Spielfreude stürzt sich das Quartett in acht facettenreiche Stücke, aus denen die seelenvolle Ballade „Three Views Of A Woman“ oder das Bass-Feature in „Il Cuore del Merlo“ herausstechen. „Think About It“ wiederum ist größtenteils im 13/8-Takt gehalten, kommt aber ganz leicht und selbstverständlich daher. Heinrich von Kalnein: „Wir haben keine Angst vor groove-lastiger Musik, solange wir die Freiheit des musikalischen Augenblicks auch zu nützen wissen.“ schu

 

Straubinger Tageblatt 5.04.2017

Originell und experimentell – Kalnein & Fischbacher Group im Alten Schlachthof

Bereits im Mai 2011 beeindruckte der in Österreich lebende deutsche Tenorsaxofonist und Komponist Heinrich von Kalnein im Rahmen eines Auftritts bei den Straubiunger Jazzfreunden. Damals gastierte er mit der Band „KAHIBA“ im Alten Schlachthof. Nun war er mit der „Kalnein & Fischbacher Group“ erneut dort zu erleben und wieder war das Publikum zurecht begeistert.

Denn was Heinrich von Kalnein sowie Gitarrist Axel Fischbacher, Kontrabassist Charles Sammons und Schlagzeuger Ralf Gessler an diesem Abend boten, besaß zweifelsohne den Reiz des Außergewöhnlichen. [...]Stefan Riemek

 

KLEINE ZEITUNG – Kultur 4.04.2017

Saxophonist Heinrich von Kalnein zelebriert aufseinem Label mitdem deutschenGitarristen Alex Fischbacher im Quartett so konzentrierte wie entspannte Nummern mit 1-A-Gütesiegel. TSC 

Mehr Info auf Axels Webseite.