
BIOGRAPHY
Seit über 30 Jahren gehört der in Österreich lebende deutsche Saxofonist und Flötist zu den namhaften Musikern Europas. Als Leader wie auch als Sideman ist er auf über 40 CD’s vertreten, viele davon unter eigenem Namen.
Nach Unterricht bei Johannes Seidemann, Matthias Schwarzer und Christof Lauer absolvierte er ein mit Auszeichnung abgeschlossenes Studium am Grazer Jazzinstitut bei Karlheinz Miklin und Carl Drewo. Eine Masterclass bei David Liebman sowie Workshops u.a. mit John Surman, Bob Berg und Oliver Lake waren prägende Einflüsse.
In den späten 1980er Jahren begann er seine Unterrichtstätigkeit erst an der Anton Bruckner Privatuniversität, dann ab 1992 erst als Lehrbeauftragter am Jazzinstitut der Grazer Kunstuniversität (KUG). 1995 trat er die Nachfolge seines Lehrers Carl Drewo an und habilitierte sich 2004 für sein Fach Saxofon-Jazz. 2025 ging er an der Grazer KUG in Pension.
In den späten 1980er Jahren begann er darüber hinaus eine Karriere als freiberuflicher Musiker, die ihn durch ganz Europa, Nord- und Südamerika, Russland, Australien, Indien und Sri Lanka führte.
Er war Kurator des renommierten Wiener Jazzclubs „Porgy & Bess“ und arbeitete für einige Jahre auch als Aufnahmeleiter (Vienna Art Orchestra) und Produzent.
Seit Mitte der 1980er Jahren arbeitete er vorzugsweise in eigenen Projekten bzw. Kollaborationen: zuerst im Trio „X-tra“ zusammen mit Keyboarder Uli Rennert und Trompeter Lars Lindvall. 1989 veröffentlichten sie die LP „Electric Poems“ und 1992 die CD „life traKs“. Ab 1994 arbeitete er zusammen mit Saxofonist Roland Schaeffer mit dem Indojazz Fusion Projekt Free Winds (CD’s Free Winds 1995 und Indian Air 2001.
Von 1995 - 99 leitete er die HvK GROUP, bei der neben Trompeter Lars Lindvall der ungarische Pianist Emil Spanyi, Bassist Henning Sieverts und Drummer Christian Salfellner spielten. (1995 die CD New Directions sowie 1997 die CD Perfect World, die u.a. den französisch-vietnamesischen Gitarristen Nguyên Lê featurte.
Von 2003 bis 2019 leitete er zusammen mit Trompeter Horst-Michael Schaffer die JBBG – JAZZ BIGBAND GRAZ (CD’s A Life Affair 2003, Joys & Desires 2006, Electric Poetry & Lo-Fi Cookies 2008, Urban Folktales 2012 und True Stories 2016.
Seit 2019 sind die beiden mit dem von ihnen gegründeten Ensemble JBBG Smål verbunden, mit dem sie bis jetzt die Produktionen Times of Change Vol.1 2020, Vol.2 2021 und Fruits of Passion & Sorrow 2024 veröffentlichten.
2002 bis 2007 arbeitete er zusammen mit dem polnischen Sänger Marek Balata, Keyboarder Uli Rennert, Bassist Achim Tang und Drummer Gregor Hilbe in seiner Band SONGLINES (2006 CD Songlines).
2008 gründete er sein Trio KAHIBA zusammen mit dem Schweizer Schlagzeuger Gregor Hilbe und Akkordeonist und Pianist Christian Bakanic (seit 2016 mit dem türkischen Pianisten Anıl Bilgen). Die drei veröffentlichten die Produktionen Global Dialects 2009 Orbital Spaces 2012, The Sixth Sense 2014 (in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk DLF) und The Neuroscience of Music 2018).
Mit dem deutschen Gitarristen Axel Fischbacher gründete er 2016 das Quartett KALNEIN & FISCHBACHER GROUP (CD One Man Disco 2017).
2020 veröffentlichte er anläßlich seines 60sten Geburtags die Doppel CD Möbius Strip, die auf einer CD Soloimprovisationen enthält, über die Bassistin Gina Schwarz und Drummer Lukas König frei improvisierten. Auf der zweiten CD finden sich Aufnahmen des von ihm geleiteten KUG Saxophone Quartet mit Kompositionen für Saxofonquartett, die 2021 beim Wiener Musikverlag Doblinger verlegt wurden.
Zusammen mit dem Meretrio des brasilianischen Gitarristen Emiliano Sampaio veröffentlichte er die Produktionen Passagem 2018 und Live at the Bird’s Eye 2022.
2021 veröffentlichte er die Trioproduktion A Night inVienna zusammen mit der österreichischen Bassisten Gina Schwarz und dem spanischen Drummer Ramón López.
2023 leitete er zusammen mit dem deutschen Trompeter und Komponisten Jakob Helling im Auftrag und für die Bremer jazzahead das mit Saxofonistin Silke Eberhard, Posaunist Alois Eberl, Gitarrist Hanno Busch, Keyboarder Sebastian Scobel und Bassistin Gina Schwarz prominent besetzte achtköpfige Ensemble ALPINE AIR.
Im Herbst 2026 veröffentlicht er den Debüt Tonträger des Trios Polycrisis zusammen mit Gitarrist Kenji Herbert und Schlagzeuger Jan Samson Krizanic.
2012 gründete er sein eigenes Label Natango Music, unter dem er bis jetzt 17 Produktionen vorlegte.
FESTIVALS:
Berlin Jazzfest (D), Bonn Jazzfest (D), Bremen jazzahead (D), New Delhi (Ind), Hamburg Elbjazz (D), Hofheim (D), Gastein Snow&Jazz (A), Gdynia (PL), Gelsenkirchen (D), Guimaraes (P), Graz Jazzsommer und Styriarte (A), Krakow (PL), Lisboa (P), Madrid (E), Magdeburg (D), Maribor (Slo), Melbourne (VIC), New York (IAJE Conference 2006), Perth (WA), Rostock (D), Saalfelden (A), Salzau Jazz Baltica (D), Salzburg Jazzherbst (A), Stavanger (No), St.Ingbert (D), St. Pölten (A), Strasbourg (F), Stuttgart (D), Udine (IT), Usti Nad Labem (CZ), Trencin (SK), Vienne (F), Warschau (PL), Weilheim (D), Wien Jazzfest (A), Wiesen (A), Wroclaw (PL).
ZUSAMMENARBEIT MIT:
Patti Austin, Iain Ballamy, Django Bates, Bob Brookmeyer, Jay Clayton Theo Bleckmann, Carla Bley, DZihan & Kamien, Kurt Elling, Heiner Goebbels, Jerry Granelli, George Gruntz, Doug Hammond, John Hendricks, John Hollenbeck, Marc Johnson, Sheila Jordan, Sven-Akke Johanson, Joachim Kühn, Nguyên Lê, Charlie Mariano, Rick Margitza, Phil Minton, Bob Mintzer, Glen Moore, New York Voices, Herb Pomeroy, Marc Ribot, Adelhard Roidinger, Jatinder Thakur, Arto Tuncbojacijan, Selvaganesh Vinayakram (Shakti), Dianne Shur, Take 6, Vienna Art Orchestra, Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass, Nouvelle Cuisine Bigband, Orchesterforum Graz sowie Harfenist Rüdiger Oppermann.